
Verlassen
Seit sie nicht mehr da ist,
fehlt sie mir.
Ihre Stimme spukt im Raum.
Und nachts, wenn ich nicht schlafen kann,
huscht ein alter Blick von ihr die Wände hoch.
Selbst das Bett erinnert sich
und fragt mich manchmal,
warum sie nicht mehr kommt.
In der Nacht davor
biss sie mir die Lippen blutig,
als wollte sie mich auf den Schmerzen vorbereiten.
Am Morgen zog sie sich schweigend an.
Ihre Brüste blickten mich traurig an,
als wussten sie es damals schon.
Auf dem Rücken, den sie mir zudrehte,
zählte ich ihre Muttermale ab.
Ich weiß nicht,
warum sie gegangen ist.
Sie tat es ohne ein Wort und ließ mich
mit einem viel zu großen Bett zurück.
Es fällt mir nicht leicht, nachts ohne sie zu liegen.
Sie hat mir beigebracht, sie zu lieben.
Von ihr verlassen zu werden,
habe ich nie gelernt.
One more Love Letter:
