
Sehnsucht
Wie sehne ich mich in den Nächten
nach ihren Lippen,
den blutig roten,
den Schatten unter ihren Augen,
den schmalen Wangen.
Mit ihr lernte ich,
dass die Liebe Hände hat,
und das schönste Kleid der Frauen
die nackte Haut ist.
Ihr süßer Geruch
lockte mich an stille Plätze,
wo ich unter der dünnen Schale
ihr Fleisch entdeckte.
Wie oft verschlang meine Lust
sie bis zum Kern,
und wie oft fand ich unter der Schale
ihr Fleisch aufs Neue.
Wie sehne ich mich in den Nächten,
nach ihren Lippen,
den blutig roten,
den Schatten unter ihren Augen,
den schmalen Wangen.
Liebender
Mit dunklen Ringen unter den Augen
löst er sich am Morgen aus ihren Armen
und dem Gedanken daran,
dass der Tod die Süße einer Frau besitzt,
in deren Fleisch
er begraben lag für eine Nacht
und ihm das Sterben
wieder versprochen ist
unter einem kommenden Mond.
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