
Engelsflügel
Aus ihrem Lachen klang Musik,
und in ihrer Stimme schwang ein Ton Unendlichkeit.
Aus Gläsern mischten wir unser Blut mit Wein.
Sie küsste mich auf den Mund
und blieb auch für den Rest der Nacht.
Als ich mich zu ihr legte,
tat es ihr am Rücken weh,
und sie blickte mich mit den Augen traurig an.
Da dachte ich zum ersten Mal.
Es ist nicht leicht,
mit einem Engel zu schlafen.
Ihre Haut fühlte sich wie Seide an.
Sie bot mir alles,
dass ich nichts vergaß zu nehmen.
Die Lust, die sie mir schenkte,
war lang und tief.
Als ich sie nach den Narben auf ihrem Rücken fragte,
die ich mit den Händen fühlte,
begann sie zu weinen.
Da dachte ich zum zweiten Mal.
Es ist nicht leicht,
mit einem Engel zu schlafen.
Ich liebte sie,
bis der Schlaf uns in getrennte Netze fing.
Am nächsten Morgen war sie fort.
Eine Feder, die im offenen Fenster lag,
habe ich mir aufbewahrt.
Obwohl ich ahnte,
dass es eine Daune aus einem Kissen war,
höre ich nachts noch heute ihre Flügel rauschen,
wenn der Wind an die Fenster schlägt,
wie in jener Nacht,
als ich mit einem Engel schlief.
One more Love Letter:
