
Königin
Ich habe geahnt,
was mich erwartete,
als ich ihr die Tür öffnete.
Sie hatte sich ein letztes Mal
zu einer Königin herausgeputzt
Ihre Haare leuchteten mich
wie eine Krone an.
Aber ich war kein König mehr für sie.
Wir saßen an einem Tisch
und schwiegen uns an.
Sie hatte sich entschieden.
Ich war nur noch ein Mann,
den sie nicht mehr haben wollte.
Als ich sie bat, zu bleiben,
hetzt sie den Hund,
der zu ihren Füßen saß, auf mich.
Während er mich in Stücke riss,
flüsterte sie mir ins Ohr,
sie wolle keinen Mann,
der sie liebt,
sondern einen König,
an dem sie leiden kann.
Dann befahl sie ihren Hund zurück
und ließ mich hinter sich.
Scherben
Ausbrechen aus dem Labyrinth
einer verlorenen Liebe,
in dem ihr Gesicht
immer noch in verzehrten Spiegeln
an den Wänden hängt.
Nachts endlich aufschrecken
aus dem Schlaf
vom Lärm der in Scherben fallenden Spiegel
und schweißgebadet denken,
es ist ausgestanden.
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