Tagebuch eines Stubentigers – 26

Gesichter

Mitten im Leben
bemerkt man nicht,
wie schnell die Uhren ticken.

Man liest es
aus den Gesichtern,
in die wir blicken.

Nirgendwo vergeht
die Zeit schneller,
als in den Gesichtern.



Macht

Früher einmal hieß es,
macht kaputt, was euch kaputt macht.
Übrig blieb die Macht.

Dann glaubten die meisten,
dass man es am besten macht wie viele.
So kam es zur Markenmacht.

Heute heißt es,
kein Weichen vor der Großmacht.
Sieger bleibt am Ende die Übermacht.

Und welche Macht wird folgen,
wenn die Welt so weiter macht?
Ohne Zweifel wird es die Ohnmacht sein.

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