Tagebuch eines Stubentigers – 14

Reihenfolge

In der Liebe hadert man(n)
nicht mit der Zahl der Damen
sondern zweifelt die Reihenfolge an,
in der sie kamen.

Als Eins sähe man gern die Siebte,
nicht weil man sie liebte,
aber als Ausbildungsstätte
für alle anderen gut getan hätte.

Auf Zwei gibt man die Achte,
als Anerkennung dafür,
dass sie einem beibrachte
nach der Pflicht die Kür.

Auf Drei setzt man die Sechste hin,
die eine Schönheit war,
aber mit ihren Launen unertragbar
auf die Nerven ging.

So reiht man hin und her
und tut sich am Ende schwer
zu finden in der Auswahl
jene für die letzte Zahl.

Man kommt zu keinem Schluss,
wer in Frage käme von den Damen,
dass man sie behalten muss,
in der Reihenfolge, wie sie kamen.

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