
Römerin
Im alten Rom gab es den Brauch,
sich Sklaven zu halten für die Hausarbeit
und Gladiatoren für den Zeitvertreib.
Ich liebte eine schöne Römerin,
für die ich am Tag ein Sklave war
und nachts ihr Gladiator bei Bedarf.
Irgendwann gab sie mich frei,
aber manchmal sehnt mein Herz
sich zurück in ihre Sklaverei.
Nie führte ich mein Schwert mit mehr Leidenschaft
und flehte lustvoller um Erbarmen
als umschlungen von ihren Armen.
Fischer
Er sagt,
als sie beim zweiten Glas die Segel vor ihm streicht,
sie mit Haut und Haaren zu erbeuten,
komme für ihn nicht in Frage.
Dafür fehlt es ihm an der Zeit.
Er sagt,
als sie sich von seiner Lust entern lässt,
er stehe bereit, zwei Nächte mit ihr zu verschlafen.
Für länger sei er nicht geschaffen,
wo er sie nicht einmal beim Namen kennt.
Er sagt,
als sie ihn morgens aus dem Bett vertreibt,
dass es ihm um ihre Tränen weniger leid täte,
wenn sie sich Bezahlung für die Nacht erbäte,
da er ihr die Liebe schuldig bleiben wird.
Er sagt,
als sie seine Kleider aus dem Fenster wirft,
es gefalle ihm mehr, bei vielen zu liegen,
Ein Fischer bleibe er in seinen Trieben,
der seine Netze wirft, solange es Fische gibt.
One more Love Letter:
