Love Letter Diary – Part 11

Hungerliebe

Aufgewacht in einem Ozean der Einsamkeit,
als sie mich von ihrem Strand vertrieben hatte,
fühlte ich den unstillbaren Hunger und Durst in mir,
den ihr Verlust mir machte.

Trotzig warf ich mich den Stürmen entgegen
und setzte meine Segel in den Wind,
um auf der Suche nach einem neuen Land
zu erfahren, wer ich in Wahrheit bin.

Als wir uns als Fremde wieder gegenüber traten,
fühlte sie sich geschmeichelt von der Kraft,
die mich getrieben vom Hunger und Durst nach ihr
zurück an den Strand getragen hat.

Lachend erklärte ich ihr, dass ich nicht als Eroberer kam
 mit rauchenden Kanonen und wehenden Fahnen dabei,
sondern um ihr die Botschaft zu überbringen,
dass mir der Appetit auf sie vergangen sei.

Fluss

Als wir uns liebten,
gestand sie mir,
in ihrem Wesen ein Fluss zu sein,
der weiter fließt.

Ich ahnte nicht,
eines Tages das Ufer sein zu müssen,
das zurück bleibt,
wenn sie weiter fließt.



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