Love Letter Diary

„Die schwere Zeit ist vorüber. Nun beginnen die leichten Tage. Wenn die Erinnerung nicht wäre, dass es einmal anders war. Wenn der Schmerz nicht wäre, den ich in mir trage.“

A.S.

Wenn man über die Liebe schreibt, ist Vorsicht geboten. Allzu leicht steckt man bis zum Hals in dünnem Matsch. Ich habe es über die Jahre trotzdem versucht. In „Love Letter Diary“ versammle ich eine Auswahl davon.

Die Miniaturen sind nicht als Gedichte gedacht, sondern verfolgen den Anspruch mit Worten gemalte Bilder zu sein. Sie erzählen über die Facetten der Liebe vom Höhenflug über den Wolken bis zum Absturz ins Bodenlose.

In der Liebe gilt wie für vieles im Leben das Stufenprinzip. Jede Liebe markiert eine Stufe, über die man höher steigt. Wenn man oben auf der Treppe steht und zurückblickt, sieht man vieles gelassen. Am Ende überwiegt die Dankbarkeit. Denn jede Stufe hat ihre Aufgabe erfüllt. Würde eine von ihnen fehlen, wäre man nicht in der Lage gewesen, die Treppe weiter hoch zu gehen.

Die Miniaturen in „Love Letter Diary“ stehen für verschiedene Stufen. In ihrem ursprünglichen Kern lässt sich jede Stufe einem bestimmten Menschen zuordnen. Nun stehen sie für alle, die lieben, geliebt haben oder lieben werden. Für alle, die leiden, gelitten haben oder leiden werden. Für alle, die verlassen, verlassen worden sind oder verlassen werden.

Die Personen und Handlung der Geschichten sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.