Tagebuch eines Stubentigers – 33


Prinzenjagd

Es war einmal eine Cinderella,
die dachte, es sei ein Fehler,
mit einem Kuss sich an einen Frosch zu binden,
um einen Prinzgemahl zu finden.

Mehr Gefallen fand sie an den Hengsten,
die nicht müde wurden im Schritt
und mit Kraft und Ausdauer glänzten,
wenn sie nachts auf ihnen ritt.

Unter ihren zahlreichen Affären
ergab sich auch eine mit einem Bären,
der ihre Lust erweckte,
als sie den Honig an ihm schmeckte.

Dass, als sie sich einen Elefanten nahm,
unter seinem Gewicht nach Atem rang,
verzieh sie ihm für die Gabe,
dass er einen langen Rüssel hatte.

Enttäuscht floh sie von einem Tiger,
der mit seinem Gebrüll sie zwar
zum Zittern brachte bis in alle Glieder,
aber dessen eines nachts schläfrig war.

Nicht besser erwies sich ein Affe,
mit dem sie auf der Palme verweilte,
bis sie bemerkte, dass er teilte
seine Banane lieber mit einer Giraffe.

Es folgten ein Esel und ein Hirsch,
worauf Cinderella schließlich zerknirscht
dem Affenzirkus den Rücken kehrte
und wieder ihren Frosch verehrte.

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