
Wachgeküsst
Gestern Nacht als mich ihr Mund
aus dem Moos putzte,
von dem ich bewachsen war,
wachte ich aus einem steinernen Leben auf.
Mit bloßen Händen gelang es ihr,
das harte Gestein,
das aus mir geworden war,
zu dünner Haut zu schleifen.
Zwei Mal bewohnte ich sie
und verschlang, was mich verzehrte.
Dann kroch der Schlaf zwischen uns
und fing uns in getrennte Netze.
Als ich am Morgen erwachte,
blickte ich sie zärtlich an
und sehnte mich nach deinen Lippen,
dass sie mich wieder aus den Steinen küssen.
Sturmlauf
Ich halte keine Krieger unter Waffen
und hüte keine Schätze.
Ich besitze auch keine Schleuder,
um dich zu belagern.
Mir bleibt nur Worte,
um Dich im Sturm zu erobern.
One more Poetry of Love:
