
Mammutzeitalter
Wenn der Tag beginnt mit schlechten Nachrichten,
fühle ich den Stress, den die Steinzeitmenschen hatten,
wenn sie bei der Jagd auf ein Mammut stießen.
Der nächste Schock fährt mir in die Glieder,
wenn mich fallende Börsenkurse ins Schwitzen bringen,
als verfolge mich ein hungriger Säbelzahntiger.
Von Angst getrieben kämpfe ich mich durch den Tag
und sehne mich nach der Zeit, als es noch keine Nachrichten
sondern nur Mammuts und Säbelzahntiger als Bedrohung gab.
Die riesigen Herden vor Augen, die sie heute bilden
aus Katastrophen, Wirtschaftskrisen und schwachen Tageskursen,
träume ich von einem entspannten Leben unter Steinzeitwilden.
Recht(s)schreibung
Was die Weltverschwörern eint,
wenn sie ihren Unsinn schreiben,
dass man diesen leicht erkennt,
weil von ihnen die meisten
leiden an der Handhabung
der gültigen Rechtschreibung.
Dazu lässt sich festhalten,
wer versucht, die Welt zu retten
mit frei erfundenen Fakten,
sollte sich mehr plagen
und diese zumindest in ganzen Sätzen
in Umlauf setzen.
Abschied
An ungetrösteten Tagen
pflücke ich dir einen Stern vom Himmel,
der in deine Gedanken scheint.
An einsamen Tagen
schenke ich dir ein leichtes Herz
mit hellen Räumen und Bildern an den Wänden.
An stillen Tagen,
summe ich ein Lied für deine Seele,
in dem meine Stimme schwingt.
An dunklen Tagen
stehe ich als Engel an deiner Seite,
der dich sanft mit seinen Flügeln streift.
Selbstliebe
Jeden Morgen blicke ich mich
mit dem Versprechen im Spiegel an,
nicht tauschen zu wollen
mit einem anderen Gesicht,
weil es nur mit meinem gelingen kann,
das Beste aus mir herauszuholen.