Das Zirkuskind

Das Zirkuskind“ erzählt eine Geschichte über das Anderssein und die Erkenntnis daraus, ein besonderes Leben zu führen.

Das Fräulein „So-La-La“ wirkt auf den ersten Blick nicht anders als andere Mädchen, deren Alter sich an den Fingern einer Hand abzählen lässt. Sie ist schmal wie eine Scheibe Brot, wiegt weniger als ein Sack Hühnerfedern und passt aufrecht unter jeden Küchentisch Küchentisch, ohne mit dem Kopf anzustoßen.

Aber der Clown, der in ihrem Mund haust, verdreht ihr jedes Wort. Durch ihre verrückte Zunge wird sie zur Zielscheibe von Gespött von Gespött und Mitleid. Sie macht aus ihr ein Zirkuskind, das bewundert, bestaunt und belacht wird. Mit Unterstützung ihrer Großmutter gelingt es ihr, das Anderssein als Geschenk zu begreifen, das ihr einen Blick in das Getriebe der Welt öffnet, der den meisten verschlossen bleibt. Ihre Worte begleiten sie ein Leben lang. <Gewöhnlich kann jeder. Außergewöhnlich zu sein ist ein Geschenk Gottes. Und du besitzt dieses Geschenk.>

Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen. Als Rahmenhandlung bildet die schlaflose Nacht des Erzählers, an dessen Bettkante plötzlich eine Geschichte auftaucht, die er längst zu Ende erzählt geglaubt hatte. In einer stürmischen Nacht klettert sie aus den Wolken in sein Schlafzimmer, um das letzte Kapitel aufzuschlagen. Die Unterhaltung zwischen ihnen umrahmt die eigentliche Erzählung.