Tagebuch eines Stubentigers – 41

Freiheit

Als mich der Wind am Strand verblies,
nahm ich es hin lachenden Gesichts
und spreizte im Trotz die Arme zu Flügeln weit.
Weiter geschah nichts.

Aber seither vergeht kein Tag mehr,
ohne dass ich in den Himmel blicke
und im Herzen gedankenschwer
hoch über den Wolken fliege.

Einsam segle ich am Horizont entlang,
der zum Greifen nah in die Unendlichkeit fließt
und fühle die Freiheit, die ich geschenkt bekam,
als mich der Wind am Strand verblies.

Freedom

When the wind blew me away from the beach,
I hailed it in bitter fun
and formed my arms into wings.
Nothing more was done.

But not a day goes by since then,
without my eyes looking up to the sky
and my soul flies high
above the clouds into the air.

I feel the endless horizon so near
that I can almost touch it
and know I’ve become free,
when the wind blew me away from the beach.