
Weltuntergang
In den Nachrichten liest man regelmäßig,
die Welt gehe an der Menschheit vor die Hunde,
aber beweisen in den Museen
das Gegenteil die prähistorischen Funde.
Vor Jahrmillionen ist die Welt schon einmal
untergegangen in einem Kometenhagel.
Hinterher stellte sich jedoch heraus,
dass bloß die Dinosaurier ausgestorben waren.
Nach einer kurzen Atempause kreiste die Erde
weiter um die Sonne auf ihrer Bahn
mit dem einzigen Unterschied, dass man seither
die Dinosaurier im Museum bestaunen kann.
Auf die Anfrage der Weltuntergangsbehörde
antwortete die Erdkugel, dass angesichts der Umstände
diese Verfahrensweise auch bei der Menschheit
im Falle der Katastrophe zur Anwendung käme.
Rubikon
Der Rubikon ist ein schmales Flussbett,
das Cäsar überschritt,
als er in Rom die Macht ergriff.
Das Fußbad bekam ihm schlecht,
weil er kurz danach verblutet ist
an einem Messerstich.
Seither weiß die Welt,
dass sich in der Breite von einem Rinnsal
entscheidet das menschliche Schicksal.
Gras
Die Mächtigen in der Welt
treibt im Größenwahn,
mit dem sie ihre Kriege führen,
das Geschichtsbuch an.
Sie glauben, dass ihre Namen
darin unsterblich blieben
für die Schlachten, die sie gewinnen.
Worin sie im Irrtum liegen.
Der Tod, der ihrem blutigen Treiben
ein Ende setzt,
macht auch sie zum Dünger
für das Gras, das über sie wächst.